Projektentwicklung im Stadt-Umland: Auf den richtigen Standort kommt es an
Die Grundpreise in den Ballungsräumen steigen unaufhaltsam. Das trifft längst nicht mehr nur die Kernstädte, sondern auch das nähere Stadtumland. Die Projektentwickler schauen sich daher vermehrt in immer größeren Radien um die Städte nach neuen potenziellen Projekten um.
Auch wenn immer noch mehr gemacht werden kann: In der Ostregion, aber auch in den anderen größeren Ballungsräumen Österreichs, wird die Verkehrsinfrastruktur laufend ausgebaut, Fahrpläne werden verdichtet. Dadurch eröffnen sich in bisher schlecht erschlossenen Gebieten große Potenziale, Beispiele sind das Tullnerfeld oder die neue Pottendorferlinie.
Die gewerblichen Projektentwickler haben ein natürliches Interesse daran, an den besterschlossenen Standorten – Ortszentren, Bahnhöfe – verdichtete Projekte umzusetzen. Hier ist die technische Infrastruktur bereits vorhanden. Diese sind auch die attraktivsten für unsere Kunden, die einer umweltfreundlichen Lebensführung immer mehr Bedeutung beimessen.
Klima- und Umweltziele
Darüber hinaus nehmen wir die Klima- und Umweltziele ernst – ökologische Nachhaltigkeit ist bei unseren Projekten ein unumstrittener Standard. Entgegen der fälschlich verbreiteten Meinung sind die gewerblichen Bauträger Österreichs nämlich DIE Profis, wenn es um bodensparendes und verdichtetes Bauen an zentralen Standorten geht. Kompaktes Bauen ist der Schlüssel im Kampf gegen Bodenversiegelung und macht das Wohnen auch kostengünstiger.
Um die Zersiedelung trotz des Trends ins Umland zu vermeiden, brauchen wir Instrumente, um die Grundstücke an diesen Standorten entwickeln zu können. Zur Verdichtung geeignete Grundstücke im Ortsverband sind oft schwer zu mobilisieren. Sie werden von den Eigentümern gehortet. Außerdem fehlt es in den Gemeinden oftmals an Expertise und Personalressourcen, um größere Projekte umsetzen zu können. Das sollte sich schleunigst ändern, etwa durch gemeindeübergreifende Bauämter.
Finden einer Win-Win-Situation
Laut einer Erhebung der Universität für Bodenkultur verfügt Österreich über 72.000 Hektar gewidmete, aber nicht bebaute Flächen, viele davon innerörtlich. Mit den richtigen Reformen können wir eine Win-Win-Situation erreichen: Die Siedlungsentwicklung würde klima- und umweltschonender. Die Gemeinden bekommen Investitionen und eine nachhaltige Entwicklung. Den Lebensraumentwicklern stehen mehr und leistbare Grundstücke an attraktiven Standorten zur Verfügung. Und das kommt schlussendlich auch der Bevölkerung über Kauf- und Mietpreise zugute.
Wir benötigen also ein prinzipielles Bekenntnis zur Verdichtung an diesen attraktiven und ökologisch sinnvollen Standorten. Das Selbstverständnis einer neuen, ökologischen Siedlungsentwicklung muss in allen Köpfen der Politik ankommen.


