VÖPE in Wohnkrone am Mi, 15.09.2021 zum Thema: Bodenversiegelung: Lasst uns verdichten!

Sebastian Beiglböck (Geschäftsführer der VÖPE) berichtet, dass im Kampf gegen die zunehmende Bodenversiegelung eine enge Kooperation aller Beteiligten gefragt ist. Bereits gewidmetes Bauland muss besser mobilisiert werden und es braucht Anreize gemeindeübergreifende Ämter zur Kooperation untereinander zu bewegen.

 Bodenversiegelung: Lasst uns verdichten!

Wir Lebensraumentwickler sind Profis, wenn es um bodensparendes, verdichtetes Bauen geht, dem Schlüssel im Kampf gegen die Bodenversiegelung. Bauträger, die sich hier engagieren wollen, stoßen allerdings in den Gemeinden auf wenig Verständnis.

Wohnpark Obergrafendorf, ELK BAU GmbH

 

Viele Bürgermeister sind skeptisch und fürchten Veränderungen im Ortsbild und Belastungen durch Infrastrukturkosten. Zur Verdichtung geeignete Grundstücke im Ortsverband sind daher oft schwer zu mobilisieren und werden gehortet. Auch fehlen den lokalen Baubehörden für die Umsetzung solcher Projekte Erfahrung und Personalressourcen.

Doch es gibt Lösungsansätze: Wir brauchen Instrumente für eine Verdichtung von Ortskernen und verkehrsgünstig gelegenen Standorten. Wir müssen viel besser als bisher bereits gewidmetes Bauland mobilisieren. Zudem braucht es u.a. gemeindeübergreifend agierende Bauämter und Anreize für die Gemeinden zu Kooperationen untereinander.

Mit den richtigen Reformen können wir eine Win-Win-Situation erreichen: Die Siedlungsentwicklung wird klima- und umweltschonender. Die Gemeinden erhalten Investitionen und eine nachhaltige Entwicklung. Den Lebensraumentwicklern stehen mehr und leistbare Grundstücke an attraktiven Standorten zur Verfügung. Und das kommt am Ende der Bevölkerung über die Kauf- und Mietpreise zugute.

 

Sebastian Beiglböck

Sebastian Beiglböck

Raumplaner und Geschäftsführer der
VÖPE – Vereinigung Österreichischer Projektentwickler

www.voepe.at

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